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Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Montag, 29.01.2018, 18:00 Uhr
Gedenkveranstaltung am 29. Januar 2018 - Landtagspräsident Norbert Kartmann am Rednerpult - Foto: Stefan Krutsch für Hessischer Landtag, Kanzlei

Die gemeinsam von Hessischem Landtag, der Hessischen Landesregierung, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen, Hessischem Städtetag, Hessischem Städte- und Gemeindebund sowie dem Hessischem Landkreistag ausgerichtete jährliche Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus fand in diesem Jahr im Hessischen Landtag statt. Sie geht zurück auf eine Empfehlung des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, der 1996 angeregt hatte, am 27. Januar eines Jahres in besonderen Veranstaltungen der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Im Jahr 2005 wurde dieser Tag zudem durch die Vereinten Nationen als „Internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust“ bestimmt.

Der Präsident des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, begrüßte die zahlreichen Gäste zu der Gedenkveranstaltung und erinnerte in seiner Rede an die historische Verantwortung und Verpflichtung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. „Wir wollen heute der Opfer des Nationalsozialismus gedenken, die unter dem Regime unsägliches Leid erfahren haben und durch unbeschreibliche Gräueltaten ums Leben kamen. Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Wir brauchen eine Gesellschaft, die Antisemitismus und Rassismus entgegentritt und wir müssen wachsam bleiben. Wir brauchen eine aktive Erinnerungskultur, wie eben diese Veranstaltung und weiterhin entsprechende Bildungsangebote“, stellte Kartmann fest.

Die Gedenkrede hielt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. „In Deutschland hat sich über die Jahrzehnte eine beeindruckende Erinnerungskultur herausgebildet. Es gilt, Errungenschaften dieser Kultur zu bewahren und zugleich neue Wege zu beschreiten. Auschwitz als eigene Geschichte zu begreifen. Sich als Teil der Verantwortungsgemeinschaft zu sehen – das muss in Deutschland unser Ziel für die nachfolgenden Generationen bleiben, egal wo die familiären Wurzeln liegen“, betonte Schuster.