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Landtagspräsident Boris Rhein erinnert an Heinz-Herbert Karry

Dienstag, 10.03.2020

Gedenkveranstaltung anlässlich seines 100. Geburtstages

Wiesbaden – „Heinz-Herbert Karry bleibt nicht nur als ehrenamtlicher Stadtrat in Frankfurt, Landtagsabgeordneter und hessischer Wirtschaftsminister in Erinnerung, sondern vor allem durch die prägende Kraft seiner Persönlichkeit als Politiker wie als Mensch.“ So begann Landtagspräsident Boris Rhein seine Rede anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag von Heinz-Herbert Karry.

Karry wurde am 11. Mai 1981 im Alter von 61 Jahren umgebracht und ist mutmaßlich das Opfer linksextremer Gewalt geworden. Zuvor hatte er bereits unter Rechtsextremismus leiden müssen: Er wurde im Dritten Reich verfolgt und in ein Arbeitslager gesteckt, sein Vater kam ins Konzentrationslager. „Den Terror der Nazis hatte er am eigenen Leib erfahren, den ihrer geistigen Nachfolger musste er nicht mehr erleben – keine NSU-Morde, keinen Mord an Walter Lübcke, kein Massaker von Hanau“, sagte Rhein weiter. Denn obwohl das, was Karry in seinem Leben hatte erleiden müssen, schon Jahrzehnte zurückliegt, ist das Erstarken nationalistischer Gesinnung und extremer Gewalt heute wieder aktuell. Dass er dagegen aufgestanden wäre, dass er seine Stimme deutlich erhoben hätte, da ist sich Rhein sicher.

„Heute, aus Anlass seines 100. Geburtstages, erinnern wir uns in ehrendem Gedenken an eine beeindruckende Persönlichkeit. Wir würdigen Heinz-Herbert Karry als menschlichen und erkennbaren Politiker“, hielt Landtagspräsident Rhein abschließend fest.

 

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