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Pressekonferenz Hessischer Friedenspreis

Freitag, 02.06.2017, 12:00 Uhr
Pressekonferenz Hessischer Friedenspreis 2016. Bekanntgabe der Preisträgerin im Presseraum des Landtags. Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei 2017

Der Hessische Friedenspreis wird am 19. Juli 2017, um 15.30 Uhr, in der hessischen Landesvertretung in Brüssel an die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini verliehen.
Hinweis: Die Verleihung des Preises für 2016 wurde aufgrund von Terminkollisionen in das Jahr 2017 verlegt.

Dies gaben der Präsident des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, der Vorsitzende des Kuratoriums Hessischer Friedenspreis, Staatsminister a. D. Karl Starzacher, und das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Professor Dr. Nicole Deitelhoff, heute in Wiesbaden bekannt. Die Laudatio wird die Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten der hessischen Landesregierung, Lucia Puttrich, halten.

Federica Mogherini wird mit dem Preis für ihr großes Engagement für den Frieden ausgezeichnet. Unter ihrer Leitung gelang der Durchbruch in den äußerst schwierigen und seit langer Zeit andauernden Verhandlungen im Streit um das iranische Atomwaffenprogramm. Durch den Abschluss der Verhandlungen konnte ein militärischer Konflikt im Nahen Osten vermieden werden. Mogherini hat mit dem Verhandlungsergebnis einen entscheidenden Beitrag zum Frieden und der Stabilität über die Region hinaus und für die Bedeutung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU geleistet.

Federica Mogherini wurde 1973 in Rom geboren und war vor ihrer Tätigkeit bei der Europäischen Union 2014 italienische Außenministerin. Seit 2008 gehörte sie bereits der italienischen Abgeordnetenkammer an und beschäftigte sich intensiv mit dem Thema Außen- und Sicherheitspolitik. In ihrer Funktion als Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik ist sie zugleich eine von sieben Vizepräsidenten der Europäischen Kommission.

Information:

Der Hessische Friedenspreis und das zugehörige Kuratorium wurden 1993 vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gegründet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Mitglieder des Kuratoriums Hessischer Friedenspreis, vergeben von der Albert Osswald-Stiftung, sind:

  • Karl Starzacher, Vorsitzender des Kuratoriums Hessischer Friedenspreis, Staatsminister a.D.
  • Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtags
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • Prof. Dr. Michael Brzoska, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg
  • Heike Habermann, Vizepräsidentin des Hessischen Landtags
  • Peter von Unruh, Direktor beim Hessischen Landtag
  • Veronika Winterstein, Vizepräsidentin des Hessischen Landtags a. D.
  • PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner, Institut für interdisziplinäre Forschung, Heidelberg

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 19. Juli, um 15.30 Uhr, in der hessischen Landesvertretung in Brüssel statt.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger des Hessischen Friedenspreises:

1994                Marianne Heiberg-Holst, Norwegen
1995                John Hume, Nord-Irland
1996                Gregorio Rosa Chavez, El Salvador
1997                Hans Koschnik
1998                Alexander Lebed, Russland
1999                George J. Mitchell, USA
2000                Martti Ahtisaari, Finnland
2001                Max von der Stoel, Niederlande
2003                Lakhdar Brahimi, Algerien
2004                Hans Blix, Schweden
2005                Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama
2006                Daniel Barenboim, Israel
2007                Christian Schwarz-Schilling, Deutschland
2008                Sam Nunn, USA
2009                Dekha Ibrahim Abdi, Kenia
2010                Ismail Khatib, Palästina
2011                Sadako Ogata, Japan
2012                Elisabeth Decrey Warner, Schweiz
2013                Dr. Muhammad Ashafa und Dr. James Wuye, Nigeria
2014                Rubem César Fernandes, Brasilien
2015                Ella Mikhaylovna Polyakova, Russland