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Wahlen sind die Voraussetzung für echte Demokratie

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Wie sieht der Zeitplan von April bis zur Landtagswahl aus?

  • 7. Oktober: Wahlbenachrichtigung und Frist für Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis
  • 8. bis 12. Oktober 2018: Frist für Einsprüche gegen die Richtigkeit des Wählerverzeichnisses
  • 26. Oktober 2018 bis 13.00 Uhr (§ 13 Abs. 4 LWO): Grundsätzlich letzter Termin für die Beantragung von Wahlscheinen und Briefwahlunterlagen. In Ausnahmefällen kann ein Wahlschein auch noch bis zum Wahltag, 15.00 Uhr, beantragt werden.
  • 28. Oktober 2018, 8 bis 18 Uhr: Landtagswahl in Hessen.
  • 28. Oktober 2018, 18 Uhr: Hessen hat gewählt; die vorläufigen Wahlergebnisse in den Wahlkreisen und im Land werden noch in der Nacht bekannt gegeben.

Wann muss der neu gewählte Landtag zusammentreten?

Die konstituierende Sitzung des 20. Landtages findet am 18. Januar 2019 statt.

Wer darf wählen? Wer darf gewählt werden?

Wahlberechtigt sind grundsätzlich alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten ihren Wohnsitz in Hessen haben. Um in den Landtag gewählt werden zu können, verlangt die Hessische Verfassung die Vollendung des 21. Lebensjahres des Bewerbers. Der Wahltermin wird durch die Landesregierung festgelegt.

Wie wird man Landtagskandidat?

Schon Monate vor den Wahlen beginnen die Vorbereitungen in den Parteien. Neben der Aufstellung von neuen Wahlprogrammen müssen die Kandidaten für die Abgeordnetenmandate festgelegt werden. In Wahlkreiskonferenzen wählen dann die Delegierten einer Partei ihre Wahlkreisbewerberinnen und –bewerber. Wenn sie bei der Landtagswahl im jeweiligen Wahlkreis die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen – erhalten sie als Direktkandidaten einen Sitz im Landtag. 55 Abgeordnete werden so über die 55 Wahlkreise der Hessischen Landtagswahl ins Parlament gewählt. Die restlichen 55 Kandidaten ziehen über die Landeslisten der Parteien ins Parlament ein.

Pro (wahlberechtigtem) Kopf zwei Stimmen

Durch die persönliche Stimmabgabe können die Wählerinnen und Wähler in Hessen (genau wie bei der Bundestagswahl) einmal ihren persönlichen Favoriten im Wahlkreis wählen (Erststimme) und mit einer weiteren (Zweit-)Stimme eine Partei unterstützen. Die Abgabe beider Stimmen ist nicht verpflichtend; die nicht abgegebene Stimme wird als ungültig gewertet. Die andere, korrekt abgegebene Stimme, wird für das Ergebnis gezählt. Die Anzahl der gültigen Landesstimmen (Zweitstimmen) entscheidet über die Zahl der Sitze, die eine Partei im Landtag erhalten wird. Die direkt gewählten Landtagskandiaten (Wahlkreisbewerber) erhalten zuerst einen Sitz aus diesem Kontingent. Die Verteilung der restlichen Sitze fallen nach der Reihenfolge auf die Bewerber auf der jeweiligen Landesliste.

Wieso eine Erst- und eine Zweitstimme?

Seit 1958 haben Kandidaten kleinerer Parteien in Hessen keine Direktmandate in den Wahlkreisen mehr errungen. Damit auch die Stimmen der Wähler dieser Parteien nicht völlig unberücksichtigt bleiben, haben die hessischen Wählerinnen und Wähler eine zweite Stimme. Voraussetzung für den Einzug einer Partei, einer Wählergruppe oder auch eines parteilosen Einzelbewerbers ins Parlament ist es allerdings, mindestens fünf Prozent der abgegebenen Stimmen zu erhalten (5-Prozent-Klausel). Damit soll verhindert werden, dass Kleinstparteien die Arbeit im Landtag durch ständig wechselnde Mehrheitsverhältnisse erschweren oder gar unmöglich machen.

Für junge Menschen und Erstwähler erklärt ein Video den Ablauf der Landtagswahl: Die Landtagswahl - schnell erklärt

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