Besuch der Friedensschule Monte Sole in der Emilia-Romagna

Die FSJ’ler in Bologna  v.l.n.r: Natascha Langer, Sophie Petschenka, Jannis Kupfer, Friedel Pape und Xenia Fitz; Foto Hessischer Landtag

FSJ-P'ler auf den Spuren der Nationalsozialistischen Vergangenheit

Die letzte Woche (19. – 26. August) verbrachte ich mit bekannten sowie neuen Gesichtern in der „Scuola di Pace Monte Sole“, also der Friedensschule Monte Sole (Italien). Bekannte Gesichter deswegen, weil ein großer Teil der zehnköpfigen deutschen Delegation ebenso wie ich als FSJ-P'ler eine Verbindung zum Landtag hat, weswegen ich die meisten hessischen Mitreisenden schon kannte. So kam es auch zustande, dass der Ausflug quasi ein größeres FSJ-ler Treffen wurde: 4 meiner Vorgänger und Ich waren an Bord!

Auf der anderen Seite gab es auch viele neue Gesichter, weil an dem Projekt auch eine polnische und eine italienische Delegation teilnahm, sowie zwei Personen österreichischer Herkunft und eine Person türkischer Herkunft. In dieser gut durchmischten, ca. 35 Mann und Frau starken Gruppe fühlten wir uns alle sehr wohl, und so konnte es mit dem Programm losgehen. Monte Sole ist eine malerische, aber sehr geschichtsträchtige Region in der Nähe von Bologna, die im zweiten Weltkrieg von grausamen Verbrechen der Truppen des nationalsozialistischen Deutschlands heimgesucht wurde. Über die Woche beschäftigten wir uns mit der Geschichte Monte Soles, der EU und anderen ethischen Themen und Fragen.

Ein Besuch in Bologna durfte natürlich auch nicht fehlen, und ich muss sagen, dass die Hauptstadt der italienischen Region Emilia-Romagna als Fotomotiv durchaus überdurchschnittlich abschneidet. Abseits des Programms kamen wir zum gemeinsamen Essen, Espressi trinken, Sport machen oder geselligen Sonnen zusammen und tauschten uns mit den neuen Freunden aus. Auch abends zeigte der Großteil der Anwesenden wenig Schlafaffinität und so saßen wir nicht selten bis zu später Stunde noch zusammen. Unsere Gruppe war sehr ausgeglichen und sympathisch, und dadurch verging die Zeit so schnell, dass sich der/die Ein oder Andere wunderte, als man realisierte, dass der Abschied schon vor der Tür steht. Ich denke ich spreche für jeden, wenn ich sage, dass wir alle eine tolle Woche hatten und hoffe, dass diese Gruppe in ähnlicher Konstellation nochmal zusammen kommt! Danke, Grazie, Dziękuję und teşekkür!

Bericht: Jannis Kupfer (19 Jahre) Frewilliges Soziales Jahr im politischen Leben im Hessischen Landtag

Die Möglichkeit mit Menschen aus fünf verschiedenen Nationen über unsere gemeinsamen Ideen von einem offenen und gestärkten Europa diskutieren zu können, war für mich eine unglaubliche Erfahrung!
Sophie Petschenka, Teilnehmerin
Es tut gut zu erfahren, dass auch Jugendliche in anderen Ländern mit großer Sorge den aufkeimenden Nationalismus in Europa nicht hinnehmen wollen
Friedel Pape, Teilnehmer
In Monte Sole ist ein grausames Massaker von den Nazis verübt worden. Es war daher für mich eine unglaubliche Erfahrung, dass nach 70 Jahren an diesem Ort über eine gemeinsame Zukunft Europas diskutiert werden konnte.
Xenia Fitz, Teilnehmerin