Direkt zum Inhalt

Feierstunde 30 Jahre Mauerfall und Eröffnung der Ausstellung East Side Gallery

Mittwoch, 30.10.2019, 13:00 Uhr
Feierstunde 30 Jahre Mauerfall. Grußwort Landtagspräsident Boris Rhein. Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei 2019

„Der Mauerfall am 9. November 1989 war ein historisches Ereignis und zugleich ein Symbol für das Ende der Teilung Deutschlands und den Frieden“, sagte Landtagspräsident Boris Rhein heute anlässlich einer Feierstunde in Erinnerung an die friedliche Revolution und den Mauerfall vor 30 Jahren.

Die Berliner Mauer sei seit jeher ein in Beton gegossenes Symbol staatlicher Willkür und die politische Spaltung Deutschlands und Europas gewesen. „Die friedliche Revolution war der Erfolg einer großartigen und mutigen Volksbewegung der Menschen gegen das SED-Regime in der damaligen DDR. 1989/90 wurde vollendet, was 1953 begann. Es waren zuletzt Hunderttausende, die gegen staatliche Bevormundung, Repression und Misswirtschaft und für die Wiedervereinigung Deutschlands und den Frieden auf die Straße gegangen sind“, so Rhein abschließend.

„In Hessen war die deutsch-deutsche Teilung, der Kalte Krieg und die Konfrontation der großen politischen Blöcke unmittelbar spürbar. Nach der jahrzehntelangen Teilung Berlins, Deutschlands und Europas geschah das, was fast allen schon als unmöglich galt. Die Welt geriet in Bewegung, die Mauer wurde geöffnet und der Umbruch der politischen Verhältnisse führte zu demokratischen Revolutionen in ganz Europa. Viele von uns haben noch die eindrucksvollen Bilder und dramatischen Geschehnisse der Wendezeit in der ehemaligen DDR vor Augen: Die friedlichen Massendemonstrationen in Berlin und Leipzig etwa oder die Ereignisse in der Prager Botschaft im September 1989. Das, was wir mit der Deutschen Einheit erreicht haben, ist einmalig. In wenigen Tagen begehen wir den 30. Jahrestag des Falls der Mauer am 9. November 1989. Die heutige Veranstaltung und die Ausstellung im Hessischen Landtag lädt uns alle ein, die Eindrücke dieser besonderen Tage noch einmal in Erinnerung zu rufen oder Neues darüber zu erfahren“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Ehrhart Neubert, der in der damaligen DDR schon vor dem Mauerfall lange Zeit in oppositionellen Kreisen aktiv und 1989 als Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs und Teilnehmer an Sitzungen des Runden Tisches Zeitzeuge des historischen Umbruchs war, erinnerte in seiner Rede eindrucksvoll an die damaligen Ereignisse.

Im Anschluss fand die Eröffnung der Ausstellung East Side Gallery statt. Die Ausstellung zeigt Fotos des Fotografen Jo Hinko, der die ursprünglichen Bilder zahlreicher Künstler, die nach dem Mauerfall die Ostseite der Berliner Mauer auf einer Länge von über einem Kilometer bemalten, in einer Fotodokumentation festhielt.