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Astrid Wallmann bei blista

„In Marburg werden zentrale Weichen für Chancengleichheit und die Zukunft der Medizin in unserem Land gestellt.“

Ideen und Engagement aus Mittelhessen: Landtagspräsidentin Astrid Wallmann war in Marburg und hat dort die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. sowie das Universitätsklinikum Marburg besucht.

Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. – Bildungsansätze in Vielfalt

Als bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung setzt sich blista für chancengleiches Lernen in einer visuell geprägten Gesellschaft ein. Auf dem blistaCampus in Marburg befindet sich das einzige grundständige Gymnasium für diese Zielgruppe im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich ergänzen dezentrale Internate das Angebot. Die Carl-Strehl-Schule umfasst neben dem staatlich anerkannten Gymnasium auch ein anerkanntes berufliches Gymnasium sowie eine anerkannte Fachoberschule für Gesundheit und Sozialwesen. Ziel ist es, auf allen Ebenen Barrieren abzubauen. Seit dem Schuljahr 2018/2019 besuchen auch Schülerinnen und Schüler ohne Sehbeeinträchtigung die Schule.

„Die kreative Ausgestaltung der Bildungsansätze ist beispielhaft und stellt die Weichen für gelingende Inklusion und ein Miteinander in Vielfalt, von denen unsere Gesellschaft im Ganzen profitiert“, sagte Landtagspräsidentin Astrid Wallmann. Sie konnte vor Ort einen Eindruck davon gewinnen, wie Schulbildung in dieser Form gelingen kann und welche Herausforderungen und kreativen Lösungsansätze bestehen, um etwa Chemie- oder Sportunterricht weniger visuell und dennoch ansprechend zu gestalten. 

Als überregionales Beratungs- und Förderzentrum gibt blista im Auftrag des Landes spezielle Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten von Lernumgebungen an Schüler, Eltern und Lehrer weiter. 

Landtagspräsidentin: „Beeindruckende Kompetenzdichte und Vielfalt“

Auch der Spitzensport hat in Marburg ein Zuhause gefunden: Blista wurde vom Deutschen Behindertensportverband e.V. als Paralympisches Nachwuchszentrum anerkannt und ist Partnerschule des paralympischen Leistungssports – einzigartig in Deutschland. Außerdem befindet sich auf dem Campus in Marburg mit dem Medienzentrum eine der größten Blinden- und Blindenhörbibliotheken des deutschsprachigen Raumes. 

Astrid Wallmann sagte: „Die enorme Vielfalt und Kompetenzdichte des blistaCampus ist sehr beeindruckend. Wir können stolz darauf sein, mitten in Hessen ein solches Zentrum zu haben, das deutschlandweit einzigartig ist und von Schulbildung bis Spitzensport ganz eigene Maßstäbe setzt.“ In der Rehabilitationseinrichtung auf dem blistaCampus konnte die Parlamentspräsidentin abschließend in einem kleinen Experiment selbst erfahren, wie es sich anfühlt sehbehindert oder blind zu sein.

Universitätsklinikum Marburg – Zukunftsperspektiven der Medizin

Bundesweite Relevanz hat die medizinische Versorgung und Forschung am Klinikum Marburg erlangt. Dieser Standort spielt damit auch eine wichtige Rolle für die Zukunft der Medizin im Land. Über aktuelle Chancen und Herausforderungen der Universitätsmedizin kam Astrid Wallmann unter anderem mit dem Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Michael Hertl ins Gespräch. Im Institut für Pathologie richtete sich der Blick auf die molekulare Diagnostik und personalisierte Krebstherapie. Dieser Bereich ist insbesondere wichtig, um die Mechanismen häufiger und seltener Tumorerkrankungen besser zu verstehen und entsprechend therapieren zu können. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag in der Zusammenarbeit mit dem Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen (ZUSE) am Universitätsklinikum Marburg geleistet. Astrid Wallmann sagte: „Die Universitätsmedizin in Marburg ist von unschätzbarem Wert, insbesondere für Menschen, die schwer erkrankt sind oder an seltenen Krankheiten leiden. Die Menschen, die sich hier mit großem Wissen einsetzen, geben sich nicht mit dem heutigen Stand der Forschung und Therapie zufrieden, sondern treiben die Entwicklung aktiv mit an. Diesem Engagement für die Zukunft der Medizin gilt mein Dank.“

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