Präsidentengalerie
Boris Rhein
Landtagspräsident 18.01.2019 bis 31.05.2022
Nach seinen Tätigkeiten als Hessischer Minister des Innern und für Sport (Kabinett Bouffier I) und als Minister für Wissenschaft und Kunst (Kabinett Bouffier II) wurde der Frankfurter CDU-Politiker 2019 zum Landtagspräsidenten gewählt. Im Jahr 2022 wurde er Hessischer Ministerpräsident in Folge des Rücktritts von Volker Bouffier und hat das Amt seither inne. Als Parlamentspräsidentin folgte auf ihn Astrid Wallmann.
Norbert Kartmann
Landtagspräsident 05.04.2003 bis 17.01.2019
Der Haupt- und Realschullehrer gehörte von 1982-83 und von 1987-2022 dem Hessischen Landtag in der CDU-Fraktion an. In seine Amtszeit als Landtagspräsident fiel der Neubau des Plenarsaals ab 2004. Nach der Landtagswahl 2018 kandidierte Kartmann nicht mehr für das Amt des Parlamentspräsidenten. Er war damals der dienstälteste Landtagspräsident Deutschlands und mit einer Amtszeit von 16 Jahren länger auf dieser Position als jeder hessische Amtsvorgänger.
Klaus Peter Möller
Landtagspräsident 05.04.1995 bis 04.04.2003 und 28.07.1988 bis 04.04.1991
Der Rechts- und Staatswissenschaftler aus Gießen gehörte seit 1977 der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag an und war unter anderem Vorsitzender des Innenausschusses und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur „Hanauer Atomaffäre“.
Karl Starzacher
Landtagspräsident 05.04.1991 bis 04.04.1995
Als Jurist arbeitete Starzacher als Referent in der Hessischen Staatskanzlei und dem Hessischen Justizministerium. 1978 wurde er Mitglied des Hessischen Landtages für den Wahlkreis Gießen II in der SPD-Fraktion. Nach seinem Wirken als Parlamentspräsident war er von 1995-1999 Hessischer Finanzminister. Karl Starzacher ist heute Vorsitzender des Landesverbands Hessen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und Vorsitzender der Albert-Osswald-Stiftung, die den Hessischen Friedenspreis verleiht.
Jochen Lengemann
Landtagspräsident 23.04.1987 bis 22.07.1988 und 01.12.1982 bis 13.10.1983
Der Jurist aus Kassel wurde 1970 erstmals in den Hessischen Landtag gewählt. In der Folge bekleidete er gleich zweimal das Amt des Landtagspräsidenten für die CDU. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands legte Lengemann im November 1990 sein Landtagsmandat nieder und wurde thüringischer Staatsminister für besondere Aufgaben.
Dr. phil. Erwin Lang
Landtagspräsident 13.10.1983 bis 23.04.1987
Bis dato als Mittelschullehrer in Frankfurt tätig, ging er 1956 für die SPD in den Kreistag Groß-Gerau und rückte 1964 für den verstorbenen Parteifreund Wilhelm Arnoul in den Hessischen Landtag nach. Dort war Lang unter anderem Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Haushaltsausschusses.
Dr. phil. Hans Wagner
Landtagspräsident 03.12.1974 bis 30.11.1982
Der Mitbegründer der Jungen Union gehörte von 1950-1982 dem Hessischen Landtag an und war 1970-72 der erste Landtagsvizepräsident. 1974 ging Wagner schließlich als erster von der CDU gestellter Landtagspräsident in die hessische Landesgeschichte ein.
Georg Buch
Landtagspräsident vom 01.12.1966 bis 03.12.1974
Zwischen 1941 und 1945 war Buch mehrfach inhaftiert und in den Konzentrationslagern SS-Sonderlager Hinzert und Sachsenhausen wegen Vorbereitung zum Hochverrat interniert. 1946 war Georg Buch Mitbegründer des hessischen Landesverbandes der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Von 1946-50 und 1954-74 war er Mitglied des Hessischen Landtages in der SPD-Fraktion. 1995 war Buch der letzte lebende Abgeordnete der Verfassungberatenden Landesversammlung.
Franz Fuchs
Landtagspräsident 01.12.1962 bis 30.11.1966
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als SPD-Mitglied in der hessischen Kommunalverwaltung. Von 1948-1962 war Fuchs Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Wiesbaden und gehörte von 1954-1966 dem Hessischen Landtag an. In seine Amtszeit als Parlamentspräsident fiel der historische Besuch von Queen Elisabeth II. in Wiesbaden.
Heinrich Zinnkann
Landtagspräsident 16.12.1954 bis 30.11.1962
Als Mitglied des Beratenden Landesausschusses und der Verfassungberatenden Landesversammlung wirkte Zinnkann an der Entstehung der demokratischen Strukturen in Hessen mit. Der Gewerkschafter und SPD-Politiker gehörte von 1946-1962 dem Hessischen Landtag an.
Otto Witte
Landtagspräsident 15.07.1946 bis 15.12.1954
Der SPD-Politiker aus Halberstadt war der erste Präsident des Hessischen Landtages. Bis 1933 war Witte Mitglied des Reichstags für Hessen-Nassau. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor er seine Parlamentsmandate und war mehrere Monate im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert. Nach Kriegsende wurde Otto Witte zum Mitglied des Beratenden Landesausschusses ernannt und war Präsident der Verfassungberatenden Landesversammlung, die die Bildung des Hessischen Landtages ermöglichte.