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Erntekrone 2026

Erinnerung an den Reichtum der Natur

Landjugend überreicht Erntekronen im Hessischen Landtag
Internationales Jahr der Landwirtin im Fokus

In stundenlanger Handarbeit wurden sie gebunden: Zwei Erntekronen sind dem Hessischen Landtag sowie dem Landwirtschaftsministerium überreicht worden. Sie sind jeweils 1,20 Meter hoch und wiegen etwa 30 Kilogramm. Eine Erntekrone wurde von der Landjugend aus Friedberg in der Wetterau gebunden, die zweite von der Trachtengruppe Wollmar aus Münchhausen im Kreis Marburg-Biedenkopf. Erntekronen stehen sinnbildlich für das Engagement und die handwerkliche Tradition im ländlichen Raum. 

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Erntekrone 2026
Landwirtschaftsminister Ingmar Jung
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Erntekrone 2026
Landtagsvizepräsidentin Dr. Daniela Sommer

Landwirtschaft in herausfordernden Zeiten

Vizepräsidentin Dr. Daniela Sommer dankte stellvertretend für alle Abgeordneten den Landwirtinnen und Landwirten für ihren unermüdlichen Einsatz: „Die Erntekrone erinnert uns – gut sichtbar in der Herzkammer der Demokratie – an den Reichtum der Natur, aber auch an die großen Anstrengungen derjenigen, die dafür sorgen, dass wir diese natürlichen Schätze nutzen und genießen können. Dies ist angesichts der gegenwärtigen klimatischen und wirtschaftlichen Herausforderungen keine Selbstverständlichkeit und verdient unsere höchste Wertschätzung und Dankbarkeit.“

Landwirtschaftsminister Ingmar Jung sprach über die Herausforderungen der Landwirtschaft: „Mit harter Arbeit und unternehmerischem Mut sorgen unsere Landwirtinnen und Landwirte dafür, dass in Hessen hochwertige Lebensmittel produziert werden. Wir als Landesregierung kümmern uns um verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Freiräume für unternehmerische Entscheidungen. Unsere Landwirtinnen und Landwirte wissen: Landwirtschaft hat in Hessen eine Zukunft.“ 

Minister Jung dankte der Landjugend für ihre Verdienste rund um das Brauchtum und für das partnerschaftliche Miteinander. Und er dankte den Landfrauen für ihren wesentlichen Beitrag für den ländlichen Raum, beispielsweise durch Bildungsangebote vor Ort. „Vieles von dem, was unsere Dörfer zusammenhält, würde ohne dieses Engagement nicht funktionieren.“

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Erntekrone 2026
Ursula Pöhlig, Landesvorsitzende der Hessischen Landfrauen
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Erntekrone 2026
Die Vorsitzenden der Hessischen Landjugend Johanna Jonientz und Johannes Hamenstädt

Vereinte Nationen rufen das Internationale Jahr der Landwirtin aus

In diesem Jahr stand das Internationale Jahr der Landwirtin im Fokus der Erntekronen-Übergabe, welches die Vereinten Nationen ausgerufen haben, um die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft hervorzuheben.

 Die Vorsitzende der Hessischen Landjugend, Johanna Jonientz, sagte, Frauen seien in den Betrieben nicht nur ‚helfende Hände‘, ihre Realität sei vielfältiger: „Frauen in der Landwirtschaft treffen Investitionsentscheidungen, tragen wirtschaftliche Verantwortung, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, entwickeln Betriebskonzepte und entscheiden darüber, wie ein landwirtschaftlicher Betrieb für die nächste Generation aufgestellt wird. Und das verdient Sichtbarkeit.“ Dass Frauen diese Verantwortung übernehmen, sei keine Ausnahme mehr, so Jonientz.

Ohne Frauen würde die Landwirtschaft nicht funktionieren, ergänzte Ursula Pöhlig, Landesvorsitzende der Hessischen Landfrauen „Immer mehr gut ausgebildete Frauen übernehmen Verantwortung in allen Bereichen der Agrarwirtschaft - fachlich, organisatorisch und zunehmend auch in Führungspositionen. Und dennoch sind Frauen in der Landwirtschaft vielerorts noch unterrepräsentiert. Sie sind teilweise schlechter abgesichert und haben nach wie vor erschwerten Zugang zu Eigentum, Vermögen oder Förderstrukturen. Deshalb ist es uns wichtig, diese Themen anzusprechen und Frauen in der Landwirtschaft stärker in den Mittelpunkt zu rücken.“ Dies sei gerade in einer Zeit, in der immer mehr landwirtschaftliche Betriebe vor der Frage der Hofnachfolge stehen, besonders wichtig, so Pöhlig.

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