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Auszeichnung Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Engagement für jüdisches Leben: Jüdische Gemeinde zeichnet Landtagspräsidentin aus

Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden hat Landtagspräsidentin Astrid Wallmann für ihr zivilgesellschaftliches Engagement geehrt.

Ihr Einsatz sei von Verlässlichkeit, Kontinuität und persönlicher Präsenz geprägt, heißt es in einer Mitteilung der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden. 

Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, sagte in seiner Laudatio während eines Festakts an diesem Sonntag im Gemeindezentrum in Wiesbaden: „Astrid Wallmann ist ein leuchtendes Beispiel für moralische Klarheit, ausgeprägte Empathie und menschliche Größe. An ihrer Solidarität gegenüber Israel und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland hat sie nach dem Massaker der Hamas vom 07. Oktober 2023 und dem anschließenden Verteidigungskrieg Israels trotz erheblichen Gegenwindes nie einen Zweifel aufkommen lassen. Diese Form von Mut, Haltung und Mitgefühl verdienen unseren höchsten Respekt und unseren tief verbundenen Dank!“

Seit jeher stelle sich Astrid Wallmann an die Seite der Jüdischen Gemeinden. In einem Klima zunehmender Anfeindungen gegenüber jüdischem Leben sei sie standhaft und ansprechbar gewesen, heißt es von der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden.

"Mut und Zuversicht für Jüdinnen und Juden"

„Indem Astrid Wallmann die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart immer wieder sichtbar macht und sich dem Juden- und Israelhass mit Klarheit und Haltung entgegenstellt, gibt sie uns Jüdinnen und Juden Mut und Zuversicht“, sagte Dr. Jacob Gutmark von der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, „zugleich vermittelt sie uns die Gewissheit, dass jüdisches Leben in Hessen eine Zukunft hat.“ Wallmanns politische Haltung erschöpfe sich nicht im Symbolischen, sondern münde in konkrete Unterstützung und habe unter Druck Bestand.

Die Auszeichnung wird an Personen und Institutionen verliehen, die sich – in Anlehnung an die Schabat-Liturgie – „in Treue mit den Angelegenheiten der Gemeinschaft befassen“.

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Auszeichnung Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Wallmann: "Leider keine Selbstverständlichkeiten"

Astrid Wallmann sagte in ihrer Dankesrede, sie nehme den Preis stellvertretend für all jene entgegen, „die mit mir die Überzeugung teilen, dass ein klares, stetes, auch gegen Widerstände vorgetragenes und vor allem bedingungsloses Bekenntnis zu jüdischem Leben in unserem Land und überall sonst auf der Welt eine Selbstverständlichkeit sein sollte.“ Sie werde „für im Grunde genommen Selbstverständlichkeiten“ ausgezeichnet, so Wallmann, „aber ich habe gerade in der jüngeren Vergangenheit auch erkennen müssen, dass es zwar Selbstverständlichkeiten sein müssten, sie es aber leider oftmals nicht sind.“

Wallmann ist die dritte Preisträgerin der Jüdischen Gemeinde. 2022 hatten Dorothee Lottmann-Kaeseler und der Vorstand des Vereins Spiegelbild Wiesbaden die Auszeichnung erhalten, 2008 die damalige Stadtverordnetenvorsteherin der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden ist eine von zehn Gemeinden im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen.

Landtag macht jüdisches Leben für Jugendliche sichtbar

Der Hessische Landtag bietet verschiedene Bildungsformate für Jugendliche an, die sich mit jüdischem Leben in Deutschland befassen, beispielsweise das Seminar „Antisemi-Was?“ oder das Gesprächsformat „Meet a jew“, bei dem jüdische Jugendliche aus ihrem Alltag berichten. Im 80. Jubiläumsjahr des Landes Hessen wird zudem die mehrteilige „Bildungsreihe Antisemitismus“ im Landtag durchgeführt. Sie befasste sich bereits zum Beispiel mit den Mitteln der Propaganda des Nationalsozialismus und medialer Beeinflussung in heutiger Zeit.

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