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Reise von Landtagspräsident Rhein nach Auschwitz

Mittwoch, 21.08.2019 bis Donnerstag, 22.08.2019
Reise von Landtagspräsident Boris Rhein nach Auschwitz. Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei. Fotograf: Stefan Krutsch 2019

Der Präsident des Hessischen Landtags Boris Rhein hat gemeinsam mit den Landtagsvizepräsidentinnen und -präsidenten das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz im heutigen Oświęcim (Polen) besucht.

Begleitet wurde die Delegation von Vertretern der jüdischen Verbände und des Landesverbandes Hessen der Sinti und Roma sowie dem Generalkonsul der Republik Polen Jakub Jan Wawrzyniak und Pressevertretern.

„Meine erste Reise als Landtagspräsident hat mich an einen Ort unmenschlicher Verbrechen geführt. Dieser Besuch und die bewusste Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und diesen schrecklichen Taten sind mir sehr wichtig. Ich möchte die Erinnerung an die Vergangenheit gerade in der heutigen Zeit wachhalten, in der Antisemitismus, Rassismus und Rechtspopulismus zunehmen“, so Rhein.

Beim Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau legte Landtagspräsident Rhein einen Kranz an der Todesmauer nieder und trug sich später in das Gästebuch ein.

„Es war ein bedrückender und mich tief berührender Besuch“, schilderte Rhein seine Eindrücke und ergänzte: „Wir müssen klare Zeichen gegen das Vergessen setzen, denn wir tragen Verantwortung für die Vergangenheit. Ich bin der Auffassung, dass wir mehr für den Erhalt der Erinnerungskultur tun müssen, denn je weiter weg die Vergangenheit liegt, desto mehr gerät sie in Vergessenheit und das darf niemals passieren. Das Wissen über die Vergangenheit verstärkt die Verantwortung für die Zukunft. Alle Schülerinnen und Schüler und die nachfolgenden Generationen sollten einmal eine NS- oder KZ-Gedenkstätte besuchen und sich dort mit der schrecklichen Vergangenheit der deutschen Geschichte auseinandersetzen“, regte Landtagspräsident Rhein an.

Rhein sagte: „Wer hier war, wird für immer immunisiert sein gegen die Krankheit von Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus!“